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StationĂ€re QualitĂ€tsberichte verstehen und Maßnahmen einleiten

Immer mehr stationĂ€re Altenhilfeeinrichtungen erhalten die QualitĂ€tsberichte, die durch den Medizinischen Dienst (zum 30.06.2021 wird nach dem MDK-Reformgesetz aus dem „MDK“ der „MD“) im Sinne der „neuen QPR“ formuliert worden sind. Bei einigen Unternehmen zeigt sich, dass im ersten Moment viel Verunsicherung vorherrscht. Die Berichte unterscheiden sich in der ersten Ansicht von der bisher bekannten Systematik. Besonders dann, wenn die Beteiligten sich die Übersicht „QualitĂ€tsinformation ĂŒber die Pflegeeinrichtung“ anschauen. Was bedeuten nun die dargestellten „Quadrate“, die den Level der jeweiligen QualitĂ€tsdefizite anzeigen? Und was bedeutet das Ergebnis im Hinblick auf die einzuleitenden Maßnahmen?

Sollten in Ihrem Unternehmen „C“- oder „D“-Wertungen benannt worden sein, so ist das fĂŒr diese PrĂŒfung nicht mehr zu Ă€ndern. Der Einrichtung bleibt nun nichts anderes ĂŒbrig, als in die Zukunft zu schauen und sich den jeweiligen „Defiziten“ zu widmen.

In dem ausfĂŒhrlichen Bericht finden Sie, wie gewohnt, den „Maßnahmenkatalog“, der jetzt mit „Empfehlung zur Beseitigung von QualitĂ€tsdefiziten“ ĂŒberschrieben ist. Diese sind wie frĂŒher mit Zeitvorgaben ausgewiesen.

Nun sind die Maßnahmen im Sinne der Fragestellungen aus der „Anlage 2 PrĂŒfbogen B fĂŒr Beurteilungen auf der Einrichtungsebene“ Kapitel 6.3 entsprechend eines dokumentierten Verfahrens abzuarbeiten. Hierbei sind die folgenden Fragestellungen zu beachten:

  • Werden QualitĂ€tsdefizite systematisch bewertet und bei Bedarf bearbeitet?
    Eine systematische Bewertung ist am besten mittels einer Statistik durchzufĂŒhren. (Beispiel: Wie viele StĂŒrze haben wir in welcher Zeit auf welchem Wohnbereich dokumentiert? Gibt es wiederkehrende GrĂŒnde?)
  • Hat die Einrichtung geeignete Maßnahmen eingeleitet, um schlechte Versorgungsergebnisse (QualitĂ€tsindikatoren) zu verbessern?
    Die Maßnahmen werden im besten Falle mit den Wohnbereichsteam besprochen und mittels eines Aktionsplanes dokumentiert. (Beispiel: Die hohe Anzahl an StĂŒrzen zur Mittagszeit hat uns dazu veranlasst, den Personaleinsatz und die Arbeitsinhalte ab sofort zu dieser Tageszeit zu Ă€ndern.)
  • Werden Maßnahmen zur QualitĂ€tssicherung evaluiert?
    Die jeweiligen internen QualitĂ€tsmessungen werden in regelmĂ€ĂŸigen AbstĂ€nden wiederholt. Ggf. werden neue Maßnahmen eingeleitet, wenn die Vorherigen nicht zum gewĂŒnschten Erfolg gefĂŒhrt haben. (Beispiel: Wir können aufzeigen, dass wir nach der Umsetzung der Maßnahmen innerhalb der letzten drei Monate signifikant weniger StĂŒrze in diesem Zeitraum hatten.)
  • Sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Verfahren zur Identifizierung von QualitĂ€tsproblemen einbezogen?
    Um eine Durchdringung der Maßnahmen im Unternehmen bzw. dem Wohnbereich zu erreichen, mĂŒssen die betroffenen Mitarbeiter*innen kontinuierlich in den Verbesserungsprozess eingebunden werden. (Beispiel: Einmal im Quartal werten wir auf jedem Wohnbereich die Sturzstatistik aus, um ggf. gemeinsam nach Lösungen zu suchen.)

Wie immer im QualitĂ€tsmanagement, ist es fĂŒr den Erfolg wesentlich, die eingeleiteten Maßnahmen konsequent und kontinuierlich zu bearbeiten. Dann werden sich die meisten vorhandenen QualitĂ€tsdefizite bei der nĂ€chsten ÜberprĂŒfung durch den MD zum Positiven hin verĂ€ndert haben.

Haben Sie Fragen zur Bearbeitung Ihrer einzuleitenden Maßnahmen? Dann kontaktieren Sie uns gerne.

Quelle fĂŒr das Foto: Frank von Pablocki

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